Das Wunder des Lebens

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Da sitze ich hier am Abend eines Februartages, der uns im Norden mit fast 20 Grad verwöhnt hat. Kurzärmelig war ich heute im Garten dabei, eine neue „Fussel“-und Vogeltränke zu bauen.

Die „Alte Tränke“ sieht wirklich nicht mehr schön aus, und die Neue möchte ich mit dem Boden abschließend, angelegt haben.

Eines meiner Bodenbeete habe ich auch schon um das Doppelte erweitert und einige Aussaaten in den Hochbeeten und im Frühbeet vorgenommen. Der Knoblauch ist gesteckt und Erdbeeren umgepflanzt an einen schöneren Platz. Den alten Apfelbaum haben wir ganz wunderbar zurecht geschnitten, ihm dabei seine Würde gelassen und von Efeu befreit – er atmet wieder.

Das Experiment, dicke Bohnen schon im Herbst auszusäen und die Jungpflanzen über den Winter zu bringen, ist leider gescheitert. Vor einer Woche sah es hier nämlich noch so aus:

Irgendwie haben Tiere und Pflanzen nur auf den Start-Impuls gewartet. Trotz allem warten wir immer noch auf Impulse, damit auch das gesellschaftliche Leben wieder in den Auftaumodus übergeht. Nach soviel Grau hat die Sonne während der sehr kalten Tage doch einige Perspektivwechsel gebracht. Wußte ich vorher überhaupt nicht, wie ich weiter machen werde (siehe letzter Artikel) – nur dass es eben nicht so laufen kann und darf, wie im letzten Jahr – kristallisieren sich langsam Ideen heraus, die auf dem Fundament aufbauen, das vorhanden ist. Um gleichzeitig all das zu vereinen, womit ich mich beschäftige. Einerseits also weniger von dem tun, was mich schwächt und wenig Freude bereitet. Dafür mehr Zeit zu haben, für das, was mich stärkt – mein Garten zum Beispiel. Zusätzlich habe ich mittlerweile den Mut, meine ureigene Sicht der Dinge nach außen zu tragen und zu meinem unaufdringlichen aber unverkennbaren Markenzeichen zu machen. Dabei geht es nicht nur um Permakultur oder Veganismus, sondern auch ums Einssein, andere Energieebenen und Magie, die darin verborgen ist. Mir ist es wichtig, zu betonen, dass wir ein Teil der Natur sind und damit nicht das Recht haben, diese als Sache zu behandeln. Für nicht wenige Gärtner – aber vor allem Landwirte – ist beispielsweise der Ertrag einer Pflanze wichtig. Möchte ich als Mensch ausschließlich aufgrund meiner Leistung geliebt werden?

Vielleicht sind einige der zukünftigen Themen auf diesem Blog für einige Leser nicht nachvollziehbar. Ich formuliere es mal so: Wer mit seinen Haustieren quatscht oder an Einhörner glaubt, seine Pflanzen streichelt und seine Kochkünste mit Liebe würzt, den nehme ich hier sehr gerne mit auf meine Reise. Man muß sich nicht ständig neu erfinden. Ein Rückzug hilft jedoch, alte Schalen platzen zu lassen, damit neue Saat aufgehen kann. Und wenn das große C mir eines gebracht hat, dann auf jeden Fall eine Konzentration auf mich selbst und auf natürliche Rhythmen. Apropos Rhythmen, dieser sehr musikalische Mensch hat das wohl so ähnlich mit- und durchgemacht. Ich bin gespannt auf sein neues Album, denn um die Macht der Elemente gehts ja hier auch. Vorsicht, extrem chaotische Bildsequenzen 😉 .

Und so verabschiede ich mich bis zur kommenden Woche. Ich hab noch einiges im Garten zu tun, schwinge mich auf neue Tarot- und Lenni-Decks ein, entwerfe und fertige eine neue Geschenktüte aus meiner Leckereienmanufaktur und schule außerdem meine Kamerakompetenzen im manuellen Modus, damit ich Euch hier mit eigenen sowie guten Fotos verwöhnen kann.

Für den Anfang schon ganz ok, oder? Und ich soll von Fussel grüßen ❤

Eure Andrea

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Der Thomas sagt:

    Guten Morgen Andrea.
    Wie schön, von Dir zu lesen.

    „Das Wunder des Lebens“ – dieser Titel hört sich so nach Geburt an. Sich neu erfinden und kennenlernen ist das ja auch…
    Die Auswahl des Songs: Feines Sahnestück. Der Jan, er hat sich zwar nicht neu erfunden, ist aber zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Bin auf das Album im Mai sehr gespannt.
    Earth, Wind & Feiern 🙌🏼
    Schöne Fotos!
    Liebe Grüsse an Fussel zurück und natürlich an Dich.

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    1. Gastroqueen sagt:

      Moin Thomas, lieben Dank für Deinen Kommentar und die lieben Grüße.
      Wie Jan, bin auch ich zu meinen Wurzeln, der Natur, zurückgekehrt – wenn auch mit ein wenig mehr Erde an den Händen, nehme ich an ;). Und die Natur schafft es, mich täglich aufs Neue ins Staunen zu bringen. Heißt, nicht ausschließlich die Geburt, eher der immerwährende Kreislauf fasziniert mich. Und die unglaubliche Kraft, die allem inne wohnt. Spätestens im Mai werde ich das derbst feiern 😀 . Fotos – Danke, ja ich übe: ISO, Blende, Verschlusszeit – mein Mantra.
      Sonnige Grüße…und denk dran: ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch 😉 .

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      1. Der Thomas sagt:

        Moin Andrea, wunderbar, wenn man sich, so wie Du, an der Natur, deren Kraft und dessen Kreislauf so erfreuen kann… vlt. auch ein Rezept für andere?
        Die Katze ist mal wieder aus dem Haus 😉
        Liebe Grüsse aus dem Süden
        Thomas

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  2. Eva Zimmer sagt:

    Das gefällt mir! Pflanzen streicheln mache ich dauernd, und ich spreche auch mit ihnen, nicht nur mit unseren Meeris. Ehrlich gesagt, glaube ich kaum, dass da viele Menschen Verständnis für haben…

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    1. Greeny sagt:

      Hallo Eva, willkommen ❤ …Verständnis brauchts nicht. Akzeptanz reicht fürs Erste, und ich glaube, da sind wir auf nem guten Weg, oder ich möchte es glauben 😉 .

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